Hi, ich bin Karin Scherpe und die Gründerin dieser wunderbaren Community der VanLove Girls, ich liebe das Thema Selbstbestimmung was der Ursprung von vielen meiner Ideen ist <3

1) Wie lebst Du als “Vanlove Girl” das Vanlife? Machst Du Ausflüge am Wochenende, Urlaub oder lebst Du dauerhaft im Van? Wie bist du dazu gekommen? Erzähl uns deine Geschichte.

Ich lebe seit April 2018 Vollzeit in meinem Van und könnte mir nichts besseres gerade, für mein Leben vorstellen, Selbstbestimmung pur. Ich bin eher so in das Vanlife reingerutscht, als mich an einem Punkt klar dafür zu entschieden zu haben. Mein erster Bus war ein VW T4 Transporter mit langem Radstand, den ich mehrfach umgebaut habe. Er hat von mir so einiges bekommen, ein festes-Hochdach und Tempomat usw. Ich habe anfangs auch nur Ausflüge über ein paar Tage gemacht, um später Wochen Unterweg zu sein und am Ende hatte ich schon fast drin gewohnt, weil ich an einer Kiteschule auf Rügen gearbeitet habe als stellvertretende Geschäftsleitung. Da lag es nah meine Wohnung aufzugeben und in den Van zu ziehen. Weil die Winter im Süden auch einfach viel schöner sind und um meine Selbstbestimmung frei leben zu können.

Bereits nach einem halben Jahr habe ich aber festgestellt das mir ein T4 (trotz Hochdach) zu klein ist und dann habe ich mir meinen jetzigen Postbus Sprinter, 318 CDI zugelegt. Für mich wirklich eine perfekte Größe zum dahin leben.

Postbus Sprinter 308 CDI Holz

Postbus Sprinter 308 CDI

2. Besitzt du schon deinen eigenen Van? Hast du dein Bus selbst ausgebaut  oder Modell “von der Stange?

Ich hatte bislang genau zwei Fahrzeuge und das waren jeweils Vans bzw. jetzt ein Camper. Ich habe erst mit 30 Jahren meinen Führerschein gemacht, also hatte ich auch nie einen kleinen PKW oder ähnliches, ich bin schon immer große Autos gefahren 😀

Mein erstes Fahrzeug und auch meine große Liebe, war ein T4 Transporter aus 2001, 2,5 TDI mit 102 PS. Es war keine Rennschüssel aber ich hab meine Bübby echt gemocht. Insgesamt hab ich sie 2-mal ausgebaut und auch ein wenig modifiziert. Sie hat von mir ein Hochdach bekommen (ja, selbst darauf gebaut) und einen Tempomat usw. Ich liebe es mich Handwerklich zu beschäftigen und somit konnte ich mich da voll austoben.

Da dieser dann aber zu kleine wurde habe ich ihn an eine ganz tolle Frau weiter verkauft (ich musste meine Bübby einfach in guten Händen wissen) und habe mir einen Postkoffer, also einen Sprinter 312 CD gekauft. Der war beim Kauf komplett ausgebaut, weil ich zu dem Zeitpunkt keine Zeit hatte das eben mal zu machen und ich einen schnellen Umzug machen musste. Von einem Van zum anderen. Aber kein Jahr später hab ich alles herausgerissen und ihn wegen guter Planung, auch innerhalb von ein paar tagen ausgebaut das ich die Möbel hatte und Richtung Spanien starten konnte. Auf der Reuse habe ich ihn dann fertig gemacht. 🙂

Hier mein Ausbau- Bericht.

Hier ein schönes Video über, einen Bus.

Postbus mit Werkzeug

3) Wo bist Du am liebsten unterwegs, erzähle uns gern deine Liebste Geschichte?

Ich liebe das Meer und es lässt mich einfach nicht los.

„Der Ozean, die Mutter, die ich nie kannte“

Atlantik Ozean Tarifa

Ich hatte immer den großen Traum ein Haus am Meer zu haben um immer verbinden zu sein mit dem großen Wasser. Um meine Runden gehen zu können und jeden Tag die Füße in dieses unfassbar große Gewässer zu halten. Und das habe ich mir erfüllt. Das Haus steht auf vier Rädern und mein absoluter Herzensort, mein Zuhaust ist Tarifa in Andalusien. Diesen Ort bereise ich seit über 10 Jahren und es ist der einzige Ort, an dem mir nicht langweilig wird. Er hat für mich etwas Magisches und bezauberndes, warum ich so gern hier bin und auch immer wieder kommen werden. Es ist mein zweites zu Hause geworden. So ein absoluter Wohlfühlort. Ein Ort wo ich weiß, dass es mir gut geht.

Ich möchte noch alle Küsten dieser Erde bereisen, ich möchte noch mehr wunderbare Strände und Bewohner dieser kennenlernen. Derzeit ist und bleibt es aber erstmal Europa wo ich mich aufhalte und das hat den Grund das ich mit Moja  reise. Die kleine Fellschnute ist schon älter, bald 12 Jahre alt und sie lieber das Leben im Van, aber eine Weltreise möchte ich ihr einfach nicht zumuten. Wir bleiben so lang zusammen in Europa bis sie sich entscheidet zu gehen. Das ist unser slow-travel ist meine neue Mediation. Keine Hektik, solang an Orten bleiben wie sich es richtig anfühlt. Das ist für mich Selbstbestimmung pur, frei entscheiden zu können.

Tarifa und Afrika

4) Wie verdienst Du Geld um dir das Reisen zu ermöglichen? Bist Du in einer Festanstellung oder verdienst Du dir Deinen Lebensunterhalt bei Jobs auf der Reise? Hast Du ein eigenes Online-Business, dann erzähle uns gern etwas darüber!

Karin Scherpe Selbstbestimmung

Ich arbeite tatsächlich ausschließlich online. Nachdem ich sehr lang ein Ortsgebunden Business hatte, war es klar, dass der neue Lebensabschnitt eine Ortsunabhängiges Business braucht für eine Freiheit.

2018 habe ich diese wunderbare Community hier gegründet, nämlich an dem Tag als ich meinen Wohnungsschlüssel abgegeben habe. Ich hatte mir damals aber nie erträumen lassen was daraus entsteht und wir das alles wächst. Total schon und eigentlich immer noch unglaublich.

Die VanLove Girls Community ist so viel mehr als nur eine Facebook-Gruppe für Frauen mit dem Thema Vanlife, wir sind quasi ein Teil einer sehr großen Bewegung die Frauen ermächtigt in ihre Kraft zu kommen, durch das Vanlife. Selbstbestimmt und frei zu sein und zu leben ist etwas, was sich wunderbar vermitteln lässt durch das Campen oder auch Vanlife. Ein Van selber ausbauen, alleine auf Tour gehen, neue Länder entdecken und das aus eigener Kraft mit der Power der Community, das ist total irre und genau das mag ich so gern und habe darin auch meiner Herzensangelegenheit gefunden. Frauen* zu unterstützen in ihre Kraft zu kommen und in die Selbstbestimmung, zu zeigen das diese Welt sicher ist und das alles möglich sein kann, was sie sich wünschen. Auch die Idee von einem unkonventionellen Leben darf sein und keiner darf dieser Idee eines Lebenskonzepts so sehr infrage stellen, dass sie nicht umgesetzt wird, auch wenn das Herz danach schreit. Und da unterstütze ich und all die anderen wunderbaren Frauen in der Community.

Aber um mal konkret zu werden, ich bin eine gute Mentorin (mein Angebot dazu findest du HIER), ich bin Bloggerin für bei Seiten (hätte ich nie gedacht im Übrigen, dass ich das mal werde), ich liebe es Podcast zu machen (Podcast AUS DEM VAN), ich betreibe einen YouTube Kanal, ich entwickle weiterhin Bekleidung (was mich sehr Glücklich macht, weil ich das vorher auch gemacht habe) und ich bin vor allem auch eine Geschäftsfrau mit Herz. Und vielleicht werde ich auch bald Buchautorin.

Ich bin sehr vielseitig, weil ich mich einfach unglaublich gern ausprobiere und neue Dinge lerne. Deswegen ist die Liste so lang und ich wünsche mir das wir uns gerade unter den Frauen mehr Supporten und unterstützen, auch bei den geschäftlichen Angelegenheiten. 🙂

5. Was sind deine Stärken und was deine Schwächen im Bezug auf das Vanlife?

Meine größte Schwäche ist: Ich halte es nicht mehr gut aus, zwischen vielen Menschen zu sein. Wobei das weniger eine Schwäche ist, eher eine Erkenntnis. Ich habe sehr lang in einer recht großen Stadt gelebt, in Leipzig und ich hab es damals echt geliebt. Aber heut bin ich ein Mensch geworden, der einfach unglaublich gern für sich ist und das auch richtig gut kann. Ich bin mir selber die beste Freundin geworden, warum ich sehr gut allein sein kann und das als absolute Qualitätszeit erachte. Leider ist das sehr selten der Fall, da es wirklich schwer geworden ist an der Küste einen Ort zu finden, der nicht überrannt ist. Aber ich ziehe mich dann einfach zu rück zwischendurch, um wieder zur Ruhe zu kommen.

Eine Stärke ist: „Ich habe es schon immer geliebt allein zu reisen“Ich weiß, dass viele sich das nicht so recht trauen, aber ich war auch früher schon allein für über 2 Monate in Indonesien unterwegs oder über 2 Monate allein auf Sansibar. Irgendwie war es immer komplizierter für mich das mit Freunden zu organisieren, als allein einfach los zu Zehen. Und klar ist, man muss weniger Kompromisse eingehen und erlebt definitiv andere Abenteuer als zu zweit. Du kommst schneller mit Land und Leuten in Kontakt und erlebst Kultur pur.

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