Heute schreibt die Einleitung dieses Portrait nicht die Portraitierte selbst, sondern die Gründerin dieser Seite, nämlich Karin.

Unsere liebe Heike, ist eine gute und wirklich treue Seele, die unser Projekt nun schon seit der Entstehung unserer Seite und allem drumherum begleitet. Ich freu mich total, euch eine der wichtigsten Personen aus dem Background hier vorstellen zu können und auch dass sie sich endlich durchgerungen hat, hier etwas über sich zu schreiben. Ihr müsst wissen, dass Heike es eigentlich garnicht so recht mag, im Vordergrund zu stehen, aber es gilt ihr ein riesen Dank. Ohne Heike hätte das Projekt VanLove Girls sich so auch nie entwickeln können. Sie ist nicht nur eine gute Fotografin oder Word Press Fee, sie schreibt auch wunderbare Blogartikel und ist auch mittlerweile eine gute Freundin geworden. Aber nun geb ich ab an Heike:

Ich habe meine eigene kleine Story zu Karin. Da gibt es dieses Bild, wo ich stolz neben dem (wenn auch riesengroßesen Anfängerbrett) Surfbrett stehe. Damals war ich auf der Suche nach Surfer-Mode und hab gegoogelt. Dabei bin dann auf Nimiké gestoßen. Eine junge Frau mit ihrem eigenen Label, die die Klamotten selbst näht. Das waren echt coole Sachen. Irgendwann war plötzlich Funkstille auf ihrem Kanal. Das war schade. Ich habe mich gewundert, aber eigentlich war ich ja nun mehr auf dem Vanlife-Trip. Wobei zu dem Zeitpunkt noch sehr wenig davon im Netz war. Geschweige denn vom Leben im Van. Mein Motto war: Wenn das Kind aus dem Haus ist, dann…nehme ich meinen Hund und werde Vagabund 😀 Ich erinnere mich noch genau an die Situation, als ich damals Karins Post las. Sie beschrieb, warum es so still um sie wurde und dass sie einen krassen Schritt in ein neues Leben gewagt hat. Sie gibt ihre Wohnung auf und zieht in ihren Bus! Ich bin von meinem Stuhl aufgesprungen und in das Arbeitszimmer meines Freundes gerannt und hab gerufen: „Das gibt’s doch nicht! Da lebt die einfach meinen Traum! Haha… nun lebt Karin immer noch in ihrem Bus und ich sitze noch in meinem Steinhaus. Aber alles hat seine Zeit und ich freue mich mega, dass ich mit Karin zusammenarbeiten darf…

1) Wie lebst Du als “Vanlove Girl” das Vanlife? Machst Du Ausflüge am Wochenende, Urlaub oder lebst Du dauerhaft im Van? Wie bist du dazu gekommen? Erzähl uns deine Geschichte.

Momentan mache ich nur Ausflüge und Urlaub mit meinem Van. Wie bin ich dazu gekommen? Es gibt zwei Wendepunkte in meinem Leben. Einmal mein 40zigster Geburtstag 2012 und meine Erlebnisse auf dem Jakobsweg 2015.

Bis zu meinem 40. Geburtstag bin ich ausschließlich an der Ostsee im Urlaub gewesen. Immer auf dem gleichen Campingplatz, von Geburt an. Meine Eltern hatten dort einen Wohnwagen, ich mit meiner Familie später einen eigenen. Als ich 40 wurde, da war ich geschieden und lebte mit meinem Sohn allein. Und bekam eine Reise geschenkt. Diese führte mich das erste Mal in meinem Leben nicht in den Norden, sondern in den Süden. Es ging auf einen Campingplatz nach Spanien. Ich war so fasziniert vom guten Wetter, von den Temperaturen und dem Flair, da hat es mich gepackt. Das Wetter im Norden ging mir schon lange auf den Wecker. So viele nasse und kalte Sommer haben wir dort verbracht.

Drei Jahre später, im August 2015 bin ich auf den Jakobsweg gegangen. Meine beste Freundin ist ihn gelaufen und hat mir so begeistert davon erzählt, ich habe danach nur noch vorm PC gehangen und darüber recherchiert. Und im August bin ich dann mit meiner Hündin Lissy los. Jetzt ist es so, dass ich eine seltene Rückenmarkserkrankung und dadurch Probleme beim Laufen habe. Und leider blieben unterwegs gesundheitliche Probleme nicht aus. So sind wir nicht nur gelaufen, sondern auch mal mit Bus oder Zug gefahren. Trotzdem hatte ich sechs wundervolle Wochen mit vielen schönen Erlebnissen und tollen Begegnungen. Zu zwei Personen habe ich noch heute engen Kontakt.

Auf der Rückreise im Zug war ich ziemlich traurig, dass meine Reise nun zu Ende ist und ich habe resümiert. Dabei bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich unbedingt weiterreisen möchte, allerdings mobiler sein und mein Bett immer dabei haben will. So kam der erste Gedanke an einen Bus, den ich selbst ausbauen wollte. Nach einigem Suchen wurde es dann mein erster Ford Nugget Transit. Ein fast 30 Jahre alter Bus, mit Westfalia Ausbau ohne Servolenkung und Umweltplakette. Damit sind mein Partner und ich dann durch Frankreich getourt. Der Bus ist leider irgendwann nicht mehr zu retten gewesen, das typische Rostproblem hat ihm das Leben ausgehaucht. Aber ich habe nun wieder einen Ford Nugget Transit, diesmal allerdings als Benziner mit Umwelt-Plakette, Servolenkung, Automatik und H-Kennzeichen.

Heike Thomese-Osthoff

2) Besitzt Du schon deinen eigenen Van? Hast Du deinen Bus selbst ausgebaut oder ein Modell “von der Stange”? Wie fiel die Entscheidung auf dieses Fahrzeug?

Mein Ford Transit Nugget Baujahr 91 ist so gesehen ein Auto von der Stange. Allerdings ist er was Besonderes, da er schon ein Oldtimer ist. Damals fiel die Entscheidung darauf, weil er finanziell günstig zu erwerben war. Mittlerweile ist daraus eine Leidenschaft für das Fahrzeug geworden. Er ist einfach so gut durchdacht. Damit dieses Auto nicht auch vom Rost zerfressen wird, haben wir ihn einmal komplett von außen restaurieren lassen.

Heike Thomese-Osthoff

3) Wo bist Du am liebsten unterwegs, erzähle uns gern deine Liebste Geschichte?

Am liebsten bin ich in Frankreich an der Atlantikküste unterwegs. Wenn es nicht der Atlantik sein kann, dann bin ich gerne in den Niederlanden, aber auch immer am Meer. Das Meer ist meine Kraft-Tankstelle

Heike Thomese-Osthoff

4) Wie verdienst Du Geld um dir das Reisen zu ermöglichen? Bist Du in einer Festanstellung oder verdienst Du dir Deinen Lebensunterhalt bei Jobs auf der Reise? Hast Du ein eigenes Online-Business, dann erzähle uns gern etwas darüber!

Ich bin durch meine Krankheit seit über 20 Jahren in Rente, der sogenannten Erwerbsminderungsrente. Allerdings reicht die zum Überleben vorne und hinten nicht. Deswegen arbeite ich noch selbstständig etwas nebenbei. Ich arbeite als Fotografin, baue Webseiten mit WordPress und gestalte gerne.

Heike Thomese-Osthoff

5. Was sind deine Stärken und was deine Schwächen im Bezug auf das Vanlife?

Ein paar Eckdaten über mich. Ecken und Kanten jedenfalls habe ich mehr als genug 😉

Ich bin momentan noch in den 40ern, aber leider nicht mal mehr ein ganzes Jahr. Und dann knacke ich die 50… komisches Gefühl, denn im Kopf bin ich irgendwie noch nicht erwachsen geworden 😀 Ich wohne am Tor des Sauerlandes, die einen sagen, es ist noch Ruhrgebiet, die anderen sagen es ist schon Sauerland. Wenn ich es mir aussuchen darf, dann bleibe ich beim Tor zum Sauerland. Denn ehrlich gesagt kann ich mit dem Charme des Ruhrgebietes nichts anfangen.

Meine Stärken…hm, schwierige Frage. Auf jeden Fall knüpfe ich schnell neue Kontakte und bin mega neugierig auf alles Neue. Meine Neugier würde ich als Stärke bezeichnen, denn sie öffnet so viele neue Türen.

Zur Schwäche fällt mir sofort was ein. Ich bin total gern alleine unterwegs mit meiner Hündin Lissy (allerdings ist sie nun schon sehr alt und gebrechlich mit ihren 13,5 Jahren). Solange es hell ist, ist auch alles gut. Aber wehe es wird dunkel, dann kommt die Schissbux in mir hoch. Woran das liegt, ich habe keine Ahnung? Aber genau das hält mich ab davon, einfach mal spontan allein loszuziehen und die Welt zu erobern. Deswegen lande ich dann meistens auf Campingplätzen, denn  da habe ich dann komischerweise keine Angst mehr.

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